Schneller in Chur als im Spital Davos

Während des WEFs 2018 bekam mein damals einjähriges Kind hohes Fieber und ich musste mit ihm ins Spital. Als ich zum Bahnhof Dorf kam, fuhr soeben ein Bus ab. Ich hatte nicht auf den Fahrplan geschaut, weil ich wusste, das die Busse ohnehin einfach fuhren, wie es eben einigermassen ging. Also wartete ich.

An diesem Tag war es sehr kalt und nach 15 Minuten Wartezeit fragte ich im Sportgeschäft neben der Bushaltestelle, ob ich drinnen warten dürfe. Nach einer guten halben Stunde kam endlich ein Bus. Der Stau war unvorstellbar dicht. Der Bus verkehrte auf seiner WEF-Route nur bis zum Tourismuszentrum und hier wartete ich abermals in der Kälte, froh, dass ich das Kind auf mir, unter der Jacke, trug und nicht im Wagen hatte. So war ich einigermassen sicher, dass es warm genug hatte und wir nahmen im ganzen Chaos etwas weniger Platz ein.

Endlich kam ein Bus, der weiter stockte - immerhin bis zum Bahnhof Platz. Von da ging ich zu Fuss weiter und erreichte endlich, nach etwa Anderthalbstunden, das Spital - ich wäre schneller und wärmer nach Chur gereist, obwohl die Strecke Dorf - Spital Davos normalerweise keine Viertelstunde dauert.

Zum Glück gibt es seit letztem Jahr (2019) häufige Züge zwischen Davos Dorf und Platz. Ich frage mich aber: Wenn es im Dorf zu einem Notfall kommt während des WEFs, kommen die Rettungsanitäter dann auch mit dem Zug?

zug

Miss Harriet, WEF 2018